eine freiwillig ablaufende endotherme Reaktion

Zeitbedarf

3 Minuten

Gefahrenklassen nach GHS

 

Ammoniaklösung (Produkt) : Ätz–/ Reizwirkung auf die Haut, Kategorie 1B, akut wassergefährdend, Kategorie 1
Ammoniumthiocyanat : Akute Toxizität, Kategorie 4
Bariumhydroxid : Schwere Augenschädigung, Kategorie 1, Ätz–/ Reizwirkung auf die Haut, Kategorie 1B, Akute Toxizität, Kategorie 4

Vorbemerkung

Eine endotherme Reaktion verbraucht Energie. In der Regel wird diese Energie den Reaktionspartnern als Wärmeenergie, zum Beispiel mit dem Bunsenbrenner, zugeführt. Viel eindrucksvoller ist es für die Schüler, wenn sich die reagierenden Stoffe die benötigte Energie selbst aus der Umgebung holen.

Gesucht ist also eine freiwillig ablaufende, endotherme Reaktion. Solche Reaktionen nennt man auch exergonisch.

Jeder kennt einen exergonischen Vorgang : Beim Auflösen von Kochsalz (und vielen anderen Salzen) in Wasser findet eine Erniedrigung der Temperatur statt. Nur wird das oft als physikalischer Vorgang angesehen.

Hier ist eine exergonische chemische Reaktion.

Durchführung

Unter dem Abzug gibt man in ein Reagenzglas, eine Porzellanschale oder ein kleines Becherglas 1 – 2 g Bariumhydroxid und dieselbe Menge Ammoniumthiocyanat ( = Ammoniumrhodanid ) und rührt mit einem Stabthermometer um. Es bildet sich eine Lösung, der Geruch von Ammoniak tritt auf und die Temperatur der Lösung sinkt um ca. 20°.

 

 

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